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Stadtentwicklung und Stadtumbau

Luftaufnahme Leipzig

(© SMI)

Das Gesicht der sächsischen Städte und Gemeinden hat sich über zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung Deutschlands erheblich gewandelt. Die historischen Innenstädte konnten dank dem gemeinsamen Engagement von Kommunen, privaten Eigentümern, der Wohnungswirtschaft und nicht zuletzt durch erhebliche finanzielle Mittel aus den Städtebauförderprogrammen von Bund und Land vorm Verfall bewahrt, erhalten und wieder lebenswert gemacht werden. Diese positive Entwicklung wurde jedoch begleitet durch die Folgen von Deindustrialisierung und Abwanderung, welche sich in den Kommunen durch großflächige Industrie- und Gewerbebrachen und Zunahme der Leerstandsproblematik im Wohnungsbereich zeigten. Den negativen Auswirkungen dieser Entwicklung steuert der Freistaat Sachsen bereits seit dem Jahr 2000 durch umfangreiche Landes- und Bund-Ländermittel aus den Stadtumbauprogrammen entgegen.


Die derzeitige Stadtentwicklung in Sachsen wird weiterhin vom Bevölkerungsrückgang aufgrund von Geburtenmangel und Abwanderung geprägt. Eine der Hauptaufgaben der Stadtentwicklung besteht nun darin, das zu groß gewordene Kleid unserer Städte dem zumindest mittelfristig geringeren Bedarf anzupassen, wobei es gilt, die regionalen und örtlichen Unterschiede und Besonderheiten zu beachten. Vorrang besitzt nach wie vor die Stärkung der Innenstädte, der innerstädtischen Quartiere und der Ortskerne. Diese sollen zu bevorzugten Orten von Wohnen für Jung und Alt, Arbeiten, Handel und Bildung weiterentwickelt werden. Dafür ist weiterhin die gemeinsame Initiative aller Betroffenen erforderlich. Die gesamtstädtischen und teilräumlichen Stadtentwicklungskonzepte sind dabei wichtige Bausteine für die bestmögliche Entwicklung der Stadtstrukturen unter Beachtung der örtlichen und regionalen Veränderungen. Mit den Programmen der Städtebauförderung wird das Land Sachsen weiterhin eine positive Stadtentwicklung der sächsischen Kommunen in Anpassung an die sich ändernde demographische Struktur unterstützen und steuern.