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Denkmalschutz und Denkmalpflege

Bild Denkmalpflege

(© SMI)

Das Staatsministerium des Innern ist die oberste Denkmalschutzbehörde im Freistaat Sachsen. Die Hauptaufgabengebiete des zuständigen Referates sind die Denkmalpflege und die Denkmalförderung. Beide Bereiche unterstützen den Schutz und die Pflege der Kulturdenkmale. Weitere Schwerpunkte sind die aktuelle Erfassung und die wissenschaftliche Erforschung der Denkmale. Diese Aufgaben werden vornehmlich von den Landesämtern für Denkmalpflege und Archäologie erfüllt.

Insgesamt gibt es im Freistaat Sachsen neben ca. 30.000 archäologischen Fundstellen etwa 100.000 Kulturdenkmale, die in folgende Kategorien eingeteilt werden können:

  • Bauten, die der Religionsausübung dienen (z. B. Dome, Kirchen, Klöster)
  • Herrschaftsbauten (z. B. Schlösser, Herrenhäuser, Burgen)
  • Bauten mit öffentlicher Widmung (z. B. Rathäuser, Museen, Theater, Gerichte)
  • Bauten des Handels und Gewerbes (z. B. Banken, Kaufhäuser, Markthallen)
  • Private Wohnbauten (z. B. Mietshäuser, Villen, Bauernhäuser)
  • Bauten und Anlagen der Industrie und Technik (z. B. Fabriken, technische Anlagen)
  • Verkehrsbauten (z. B. Bahnhöfe, Brücken)
  • Anlagen der Garten- und Landschaftsgestaltung (z. B. Parks, historische Gärten, Friedhöfe)
  • Werke der Bildenden Kunst, Sammlungen (z. B. Plastiken)

Mehr als 80 % der Kulturdenkmäler sind Wohnbauten aller Art, angefangen von einfachen Bauernhäusern auf dem Lande bis hin zur Villa in der Großstadt. Der Rest der Denkmäler verteilt sich mehr oder weniger gleichmäßig auf die übrigen Denkmalarten. Von der Wertigkeit her sind inbesondere die rund 1.850 Kirchen und rund 800 Schlösser und Burgen hervorzuheben. Der Freistaat Sachsen als historisches Industrieland wird überdies von den ca. 6.800 Industrie- und Verkehrsbauten geprägt.

Im Rahmen der Denkmalförderung gewährt der Freistaat Sachsen Zuwendungen zu Maßnahmen, die dem Schutz und der Pflege von Kulturdenkmalen und der Aus- und Fortbildung in der Denkmalpflege dienen. In den Jahren 1991 bis 2007 sind im Rahmen der Bundes- und Landesprogramme zur »Denkmalpflege«, im Denkmalschutz-Sonderprogramm »Dach und Fach« und im Programm »Zuschüsse aus dem Altschuldenregelungsgesetz für Denkmale« insgesamt 461,5 Millionen Euro für die Sanierung von Einzelkulturdenkmalen eingesetzt worden.