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Wohngeld

Wohngeld ist ein vom Bund und dem Freistaat Sachsen jeweils zur Hälfte getragener Zuschuss zu den Wohnkosten einkommensschwacher Haushalte. Das Wohngeld wird auf Antrag als Miet- oder Lastenzuschuss gezahlt. Einen Mietzuschuss erhalten Mieter einer Wohnung, Untermieter oder Heimbewohner. Eigentümer eines Eigenheimes oder einer Eigentumswohnung können Wohngeld als Lastenzuschuss für den selbstgenutzten Wohnraum beantragen.

Vorraussetzungen

Ob ein Anspruch auf Wohngeld besteht und wenn ja, in welcher Höhe, bestimmt sich nach der Anzahl der Haushaltsmitglieder, der Höhe des Gesamteinkommens und der Höhe der Miete beziehungsweise Belastung. Empfänger von Arbeitslosengeld II, von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung oder von Sozialhilfe erhalten kein Wohngeld, wenn sie die Kosten der Unterkunft mit dieser Leistung erstattet bekommen.

Antrag

Wohngeld wird nur auf Antrag mit Beginn des Monats geleistet, in dem dieser bei der Wohngeldbehörde eingegangen ist. Die Formulare für die Antragstellung sind bei der zuständigen Kreis- oder Stadtverwaltung erhältlich und im Internet unter

zum Ausfüllen eingestellt. Bewilligt wird Wohngeld im Regelfall für zwölf Monate. Im Anschluss ist ein neuer Antrag erforderlich.

Datenabgleich

Zur Vermeidung rechtswidriger Inanspruchnahme von Wohngeld ist die Wohngeldbehörde seit dem 1. Januar 2013 berechtigt, die Angaben aller Haushaltsmitglieder durch einen automatischen Datenabgleich zu überprüfen. Dabei geht es insbesondere darum, zu ermitteln, ob Wohngeld mehrfach bezogen wird, ob zum Ausschluss von Wohngeld führende Transferleistungen bezogen werden, und ob die Angaben zum Einkommen (auch zu den Kapitalerträgen und Minijobs) zutreffend sind.

Sonstiges

Seit dem 1. Januar 2011 gibt es für Kinder, die bei der Wohngeldbewilligung berücksichtigt worden sind und für die Kindergeld bezogen wird, Leistungen für Bildung und Teilhabe nach dem Bundeskindergeldgesetz. Nähere Informationen ebenfalls bei

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