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Sächsischer Staatspreis für Baukultur

Sächsischer Staatspreis für Baukultur

Bewerbung 2017

Thema: BAU – KULTUR – BILDUNG

Das Wettbewerbsthema 2017 rückt BILDUNGSBAUTEN in den Mittelpunkt. Der Begriff Bildungsbauten wird weit gefasst. Er schließt alle Bauwerke ein, die den Bogen von der AUSBILDUNG über die FORTBILDUNG bis zur KULTUR spannen. Zum Wettbewerb sind nur realisierte Projekte der letzten zehn Jahre im Freistaat Sachsen zugelassen.

Hier gelangen Sie zu den Bewerbungsunterlagen 2017. Sie können Ihre Bewerbung online einreichen; Sie können aber auch den schriftgebunden Postweg wählen. In jedem Fall sehen Sie, wenn sie dem Hinweis folgen, alle Angaben, die zur Teilnahme am Wettbewerb 2017 erforderlich sind. Das Antragsformular kann ausgedruckt werden. Die wichtigsten Daten des Wettbewerbs sind:

1. Bewerbungs- und Einsendeschluss sowohl für die Online-  als auch die schriftliche Bewerbung ist der 3. März 2017.

2. Auch im Fall der Online-Bewerbung ist die postalische Einreichung der Einverständniserklärung erforderlich (Anlage 3 der Auslobung).

3. Die postalische Einsendeadresse lautet: Ingenieurkammer Sachsen, Annenstraße 10, 01067 Dresden, Kennwort Staatspreis.

4. Der Staatspreis ist mit 15.000 EUR dotiert. Die Aufteilung der Dotierung auf Bauherr, Entwurfsverfasser, Ausführende obliegt der Jury.

5. Die Preisverleihung findet in einem Festakt am 16. Juni 2017 in Dresden statt.

6. Alles Weitere zum Wettbewerb wie Bewertungskriterien, Jury u. ä. können Sie auf dieser Internetseite unter dem Punkt Auslobung 2017 einsehen.

Der Freistaat Sachsen lobt den Staatspreis für Baukultur seit den neunziger Jahren aus. Mit der Auslobung des Preises verfolgt der Freistaat Sachsen zwei vorrangige Ziele:


Zum einen soll mit dem Staatspreis vorbildliche Baukultur ausgezeichnet werden. Es werden herausragende Werke mit einem besonderen baukulturellen Anspruch gewürdigt, die einen Beitrag zur Anhebung des Niveaus der gebauten Umwelt geleistet haben.


Baukultur ist ein Teil der menschlichen Kultur. Bauherr, Architekt, Ingenieur und Bauunternehmen bilden am Bau eine Verantwortungsgemeinschaft. Erst eine positive Arbeits- und Verantwortungsteilung in diesem Verbund führt zu Baukultur als Prozesskultur. Nur so können Bauwerke mit einem hohen gestalterischen und funktionalen Anspruch entstehen. Daher werden mit der staatlichen Anerkennung zugleich solche Bauwerke ausgezeichnet, bei denen alle am Baugeschehen Mitwirkenden in vorbildhafter Weise zusammengewirkt haben.

Zum anderen soll die Öffentlichkeit für Fragen der Baukultur und der Bauqualität sensibilisiert werden. Die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf diese Werte zu richten ist geboten, da baukulturelle Werte vom Einzelnen nur durch Anschauung und der daraus resultierenden Wertvermittlung von Generation zu Generation weitergegeben werden können. Eine Gesellschaft, die diese Themen diskutiert, wird in anspruchsvolleren Städten und Häusern leben.


Ausgehen von den Erfahrungen der Preisverleihungen vergangener Jahre zeigt sich, dass einzelne Punkte des Preises verändert werden sollten. Dies vor allem, um neue Themen gezielter und mit einem größeren beispielgebenden Effekt für Sachsen aufgreifen zu können. Es ist beabsichtigt, den Preis moderner, flexibler, fachlich anspruchsvoller zu etablieren, komplexe Verantwortungszusammenhänge, wie sie für unsere interdependente, moderne Welt kennzeichnend sind, stärker hervorzuheben.


Mit der inhaltlichen Neuausrichtung ab dem Jahr 2013 werden weitreichende Hoffnungen verknüpft. Vernetzte Fragestellungen werden stärker berücksichtigt, ohne dabei jedoch hergebrachte Kategorien wie Architektur, Ingenieurbaukunst, Denkmalpflege, Städtebau und Landschaftsarchitektur zu vernachlässigen.


Der Preis soll nicht allein das Bauwerk würdigen, sondern er soll für den Blick auf größere Zusammenhänge geöffnet werden. Das Zusammenspiel aller Aspekte, die zu betrachten sind, ist dabei ein wesentliches Kriterium. Das heißt keinesfalls, dass das Einzelne nicht mehr in dem Maße gewürdigt wird. Es soll aber in seiner Wechselbeziehung zu dem ihm Übergeordneten bewertet werden.

In einem vernetzten System, wie es eine moderne Stadt letztlich ist, ist der Auswirkungshorizont einer Entscheidung ein wesentliches Kriterium, eine Einzelmaßnahme zu beurteilen. Das Einzelne soll architektonisch und ingenieurtechnisch allein, aber genauso im Kontext mit seiner Umgebung überzeugen. Zugleich soll es den Erfordernissen aus einer gesamtstädtischen Betrachtung nicht entgegenlaufen. Unter diesem Blickwinkel gesehen können stadtstrukturelle Knotenpunkte und die Beseitigung von Problemfeldern als Themen einer Auslobung gewürdigt werden. Mit der Sicht auf Gesamtbilanzen und Gesamtverantwortlichkeiten werden moderne Entwicklungen aufgegriffen, und Neues kann beispielhaft gezeigt werden, wie etwa Fragen des Ressourcenverbrauchs, städtebaulicher Verwerfungen oder die des Klimas.


Auf diese Weise ist ein hoher Realitätsbezug gegeben, denn vernetztes Denken zu fördern bedeutet, für die Zukunft besser aufgestellt zu sein.

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